Einen USB-Stick oder ein anderes elektronisches Speicher-medium mit der Post zu versenden – nichts scheint leichter als das. Gerade deshalb geht dabei häufig etwas schief. Einige einfache Tipps helfen, Pannen effektiv zu vermeiden.
Oft ist ein Versand mit der Post einfach nötig
Der Versand elektronischer Speichermedien mit der klassischen „gelben Post“ wirkt für viele wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Doch häufi-ger, als man denkt, ist er auch heute noch notwendig. Mal geht es um einen USB-Stick oder eine Speicherkarte, oft aber auch um Geräte wie Smartphones oder Digitalkameras, in denen Speichermedien fest verbaut sind.
Eine persönliche Übergabe wäre grundsätzlich zu bevorzugen. Doch meist ist das aufgrund großer Entfernungen oder fehlender Zeit nicht möglich. Geht es ausschließlich um den Datentransfer, kann dieser auch über ein geeignetes Kommunikationsportal erfolgen. Das hilft jedoch nicht weiter, wenn ausdrücklich auch das physische Speichermedium weitergegeben werden soll.
Verschlüsselung kann sinnvoll sein
Wenn ein Speichermedium große Datenmengen enthält, kann eine Verschlüsselung sinnvoll sein. Ein USB-Stick mit 128 Gigabyte Kapazität kann beispielsweise rund 12 Millionen bedruckte Seiten aufnehmen. Eine Verschlüsselung ist daher zwar empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig oder vorgeschrieben. Denn für Postsendungen gilt das Postgeheimnis: Wer eine Sendung unbefugt öffnet, begeht eine Straftat und muss mit einer Freiheits- oder Geldstrafe rechnen (§ 202 StGB). Dieser Schutz gilt auch für Datenträger.
Eine gute Verpackung ist wichtig
Ein USB-Stick in einem dünnen Briefumschlag kann in automatischen Sortieranlagen leicht den Umschlag zerreißen und herausfallen. Die Zuordnung ist dann meist nicht mehr möglich. Wattierte Versandtaschen verhindern solche Probleme weitgehend. Ein Päckchen, das z. B. ein Handy enthält, sollte zudem ausreichend stabil sein. Wer unsicher ist, findet bei der Deutschen Post AG entsprechende Empfehlungen.
Auch der Verschluss spielt eine große Rolle: Stabiles Klebeband sorgt zuverlässig dafür, dass die Sendung geschlossen bleibt. Viele private Postdienstleister bieten zudem Sicherheitsverschlüsse oder Sicherheitsaufkleber an. Metallklammern allein reichen nicht aus, da sie sich verbiegen und in Sortiermaschinen hängen bleiben können – der Umschlag reißt dann schnell auf.
Eine Sendungsverfolgung ist viel wert
Kommt eine Sendung nicht an, beginnt die Suche – und eine Sendungsverfolgung macht diese deutlich einfacher. Normale Briefe bieten diese Möglichkeit nicht. Anders ist es beim Einwurfeinschreiben: Solche Sendungen werden mehrfach gescannt, sodass nachvollziehbar ist, bis wohin sie gelangt sind.
Auch Pakete lassen sich verfolgen, Päckchen hingegen meist nicht. Die Postanbieter informieren über die jeweils geltenden Regeln; online sind sie ebenfalls abrufbar. Trotz Sendungsverfolgung sollten die Erwartungen jedoch realistisch bleiben.
Regelmäßige Leerung des Briefkastens ist wichtig
Unternehmen wie Privatpersonen erhalten heute nur noch selten klassische Briefpost. Der früher selbstverständliche tägliche Blick in den Briefkasten fällt dadurch oft weg. Das kann sich als Schwachstelle erweisen: Post aus dem Briefkasten zu „angeln“, ist meist einfach, und ein über Tage voller Kasten kann sowohl Profikriminelle als auch Gelegenheitstäter aufmerksam machen. Wer Post mit Speichermedien erwartet, sollte den Briefkasten daher täglich kontrollieren.